Und dieser Winter ist nicht nur unangenehm, sondern wird auch richtig teuer. Angefangen beim Streusalz bis hin zu den Schlaglöchern in den Straßen, bei denen der endgültige Schaden noch gar nicht abzusehen ist...
Noch deutlicher wird dies beim Blick auf die Kosten, die die Städte und Kommunen zu tragen haben:
- Die Stadt Kassel stellt 1,3 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, um die Straßenschäden zu beseitigen. Das macht insgesamt 4 Millionen Euro.
Die Stadt Baunatal gab bislang 300.000 Euro für den Winterdienst aus – schon jetzt doppelt so viel wie im vergangenen Winter.- In Wetzlar rechnet der Kämmerer mit einer Kostensteigerung um 50 Prozent. Die Mittelhessen mussten sogar aus Rumänien Streusalz bestellen, weil bei uns die Vorräte aufgebraucht waren. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 600 bis 800 Tonnen. Dieses Mal werden es 1300 bis 1500 Tonnen werden. Dazu mussten die Mitarbeiter Sonderschichten schieben.
- Die Gemeinden Rauschenberg, Stadtallendorf, Kirchhain haben mangels Alternative extra Speisesalz aus dem Mittelmeer bestellt - das ist mit das Edelste, was zum Abtauen benutzt werden kann. Normales Streusalz kostet 95 Euro die Tonne, das Speisesalz hingegen 225 Euro pro Tonne. Bei einem Verbrauch von zehn Tonnen am Tag kommen pro Woche 15.750 Euro zusammen....
- Noch deftiger fällt die Bilanz in Idstein aus. In normalen Jahren verbrauchen die Räumdienste 65 Tonnen Salz. In diesem Winter sind schon 650 Tonnen verbraucht. Macht ohne Personalkosten Zusatzkosten von locker 45.000 Euro...
Dies nur als Querschnitt durchs FFH-Land. Schauen Sie mal durch unsere Liste, was ein ganz gewöhnlicher Wintereinsatz kostet. Da kommt schon einiges zusammen...
- Räumung der Straße: ca. 100 Euro pro Stunde
- Die Feuerwehr rückt an, um Eiszapfen zu entfernen. Kosten: ca. 330 Euro.
- Straßenreinigung räumt den Fußweg. Kosten: 90 Euro/Stunde/Mitarbeiter.
Das Befüllen eines Schlaglochs: 25 Euro.- Schneeräumen auf S-Bahn-Gleisen: 40 Euro.
- Räumfahrzeuge streuen die Autobahn. Kosten: 100 Euro pro Fahrzeug und Stunde.
- Ein Flugzeug enteisen: bis zu 11 000 Euro pro Maschine.
- Der TÜV schätzt, dass 40 Prozent der Straßen in Deutschland in irgendeiner Form repariert werden müssen.
- Auch die Krankenkassen klagen. Wegen des Glatteises gab es deutlich mehr Knochenbrüche.
- Die Auto-Versicherungen müssen seit Dezember etwa 55.000 Blechschäden mehr bezahlen als im vergangenen Jahr.
- Auf Mieter kommt eine saftige Nebenkostennachzahlungen zu. 50 bis 200 Euro müssen Sie je nach Wohnungsgröße einplanen.
Skip navigation

.jpg)
