Marburg leitet Sparprozess ein - Gewerbesteuer rauf - Ausgaben runter?
Heulen und Zähneklappern in Marburg! Die Stadt muss drastisch sparen, um weiter einen genehmigungsfähigen Haushalt aufstellen zu können. Die Super-Gewerbe-Einnahmen aus der Corona-Zeit schmelzen wie das Eis in der Sonne, geplante Mega-Investitionen werden zum finanziellen Mühlstein.
Jetzt hat sich eine große Koalition aus CDU/FDP/BfM und der SPD und den Grünen zum Sparen zusammengefunden. Oberbürgermeister Thomas Spies sagt aber, dennoch werde die Konsolidierung "behutsam" eingeleitet.
Freie Stellen werden nicht nachbesetzt
Ein vereinbartes Strategiepapier sieht unter anderem vor, dass derzeit freie Stellen nur in Ausnahmefällen neu besetzt werden dürfen, Ausgaben und Leistungen dürfen im Haushalt 2026 nicht höher als 2024 sein, einige freiwilligen Bereiche werden um 2,5 Prozent gesenkt, alle Leistungen sollen auf den Prüfstand, eine Erhöhung von Gebühren und Gewerbesteuern werde geprüft.
Sparen soll "behutsam" erfolgen
Allerdings wolle man das "umfassende System von Leistungen und Angeboten im Bereich der Sozialpolitik, der Kinderbetreuung und Jugendarbeit, für die Kultur, den Sport, Demokratieförderung und Antidiskriminierung, Integration und öffentlichen Sicherheit" so weit als möglich schützen und erhalten.
Personalkosten in zehn Jahren fast verdoppelt
Problem: Die mittelfristige Finanzplanung 2024 bis 2028 der Universitätsstadt Marburg weise derzeit für die Jahre ab 2027 ein Defizit im Ergebnishaushalt von über 40 Millionen Euro aus. Vor allem die Personalkosten sind explodiert und haben sich in nur zehn Jahren fast verdoppelt, bestätigt die Stadt auf FFH-Anfrage. Bis zum Sommer sollen Vorschläge zur Konsolidierung auf dem Tisch liegen.


Alles was ihr für euren Tag wissen müsst:
Die Nachrichten des Tages schnell und kompakt jeden Morgen direkt von unserem Newsdesk auf euer Smartphone. Abonniert jetzt unseren WhatsApp-Channel – natürlich kostenlos.