Äußerung bei Wahlkampfrede: Familie von Walter Lübcke kritisiert Merz
Äußerung bei Wahlkampfrede - Familie von Walter Lübcke kritisiert Merz
Unions-Kanzlerkandidat Merz steht in Nordhessen in der Kritik: Es geht um seine Aussagen zur Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Demnach habe es damals keine Demonstrationen gegeben. Das kritisiert jetzt unter anderem Lübckes Witwe.
Konkret sagte Merz am Samstag beim gemeinsamen Wahlabschluss von CDU und CSU angesichts von Demonstrationen vor der Tür: "Wo waren die denn, als Walter Lübcke in Kasseler ermordet worden ist von einem Rechtsradikalen?“.
Aussage befremdet Familie Lübcke
Diese Aussage habe ihre Familie sehr befremdet, sagt Irmgard Braun-Lübcke. Denn nach der Ermordung ihres Mannes seien tausende Menschen unter anderem in Wolfhagen und Kassel auf die Straße gegangen.
Kassels OB will über demokratische Werte sprechen
Kassels Oberbürgermeister Schoeller lädt Merz über Instagram zum Kaffee ein, um über demokratische Werte zu sprechen.
OB Schoeller lädt Merz bei Instagram ein:
Altmaier will Gespräch suchen
Der CDU-Politiker Peter Altmaier, der unter der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehrere Ministerposten innehatte, nannte Lübcke in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X einen großartigen Menschen und Demokraten, der mit seinem Leben für seine Überzeugung bezahlt habe. "Wenn seine Witwe ihr Befremden mit Blick auf letzte Woche äußert, sollten wir das Gespräch mit (ihr) suchen und für Klarstellung sorgen", schrieb er.
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