Nations League der Frauen - Wück sieht vor EM noch viel Arbeit
Nicht einmal 100 Tage sind es für die deutschen Fußballerinnen bis zur EM. Bundestrainer Christian Wück hat vor allem Probleme in der Abwehr.
Drei Monate vor der Europameisterschaft in der Schweiz sieht Christian Wück bei den deutschen Fußballerinnen noch viel Arbeit. "Ich habe mir das ein bisschen einfacher vorgestellt", sagte der 51-Jährige vor den beiden Nations-League-Spielen gegen Schottland. Bei der Frage, wie weit die DFB-Frauen auf einer Skala von null bis zehn sind, sagte er: "Da würde ich mal eine 6,5 bis 7 angeben."
Zwei Duelle gegen Schottland
Dennoch seien die Olympia-Dritten, die an diesem Freitag (20.35 Uhr/ZDF) in Dundee und am kommenden Dienstag (17.45 Uhr/ARD und KiKA) in Wolfsburg gegen die Schottinnen antreten, "auf einem guten Weg. Ich glaube, dass wir eine Entwicklung angestoßen haben (...), hinter der die Spielerinnen stehen. Wir arbeiten intensiv an Verhaltensweisen, die auch konträr zu denen im Verein sein können."
Champions-League-Aus kratzt am Selbstbewusstsein
Die Lehrstunden des FC Bayern München gegen Olympique Lyon und des VfL Wolfsburg gegen den FC Barcelona in der Champion League seien "natürlich auch nicht förderlich, weil das ein bisschen am Selbstbewusstsein der Spielerinnen kratzt.".
Abwehr bereitet Wück Sorgen
Probleme hat das Wück-Team vor allem in der Abwehr, wo neben den verletzten Kathrin Hendrich (VfL Wolfsburg) und Rebecca Knaak (Manchester City) für Freitag auch noch die Frankfurterin Sara Doorsoun wegen muskulärer Probleme ausfällt und es wenig Alternativen gibt. "Die Personalsituation in der Defensive, speziell in der Innenverteidigung, ist nicht optimal", sagte Wück. Möglicherweise rückt Chelseas Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken in die Viererkette.
Letzte EM-Tests gegen Niederlande und Österreich
Nach den Duellen gegen Schottland, das sich nicht für die EM qualifizieren kann, bleiben den deutschen Frauen und dem Bundestrainer nur noch zwei Länderspiele vor dem Saisonhöhepunkt in der Schweiz: gegen die Niederlande am 20. Mai in Bremen und gegen Österreich am 3. Juni.

