Diskussionsstoff in Fuldabrück - Beet unterbricht Fahrradschutzstreifen
Ein neuer Fahrradschutzstreifen in Fuldabrück-Bergshausen sorgt gerade für Diskussionsstoff. Der wird nämlich von einem Beet mit drei Bäumen unterbrochen. Ein Planungsfehler? Nein, sagt das Rathaus.
Schauplatz der Diskussionen ist die Flughafenstraße. Die wurde jüngst für knapp 5 Millionen Euro komplett saniert, inklusive Kanal und Wasserleitungen. Für mehr Verkehrssicherheit wurde Tempo 30 festgelegt, Verkehrsinseln eingebaut und bergauf ein sogenannter Fahrradschutzstreifen aufgemalt.
Umfahren wie jedes andere Hindernis
Kurz hinter dem Friedhof wird der Fahrradschutzstreifen nun von einem Beet mit drei Bäumen, einer Verkehrsinsel, durchbrochen. Drumherum malen konnte man die Markierung nicht, denn die Straße wird in dem Bereich schmaler - und Fahrradfahrer könnten sonst denken, sie hätten Vorfahrt. Deswegen gilt wie bei jedem Hindernis auf der Straße: Kommt jemand entgegen, muss man anhalten - ansonsten kann man weiterfahren, erklärt Bürgermeister Andreas Damm im FFH-Interview.
Idee zu Verkehrsinsel kam bei Bürgerversammlung
Dass die Straße mit den Verkehrsinseln jetzt so aussieht wie sie aussieht, das sei bei einer Bürgerversammlung 2021 entstanden, so Damm. Da war nämlich auch die Sanierung der Straße Thema und es wurde der Vorschlag eingebracht, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr eine dritte Insel einzubauen. "Das war am Ende auch der Grund, warum wir auf der einen Seite Inseln haben bergabwärts, auf der Berghoch-Seite die eine Verkehrsinsel", erklärt Damm.
Wenig Radfahrer unterwegs
Viel befahren wird die Straße übrigens nicht von Fahrradfahrern. In einer Stunde am Dienstagvormittag radelte eine Frau dort entlang. Sie sagte, ohne Hindernis wäre ihr der Fahrradschutzstreifen lieber - eigentlich sei es aber egal. Eine Anwohnerin berichtete hingegen, dass es durchaus machbar sei, um das Beet herum zu fahren. Außerdem müsse man anerkennen, dass vor der Sanierung gar kein Streifen für Fahrradfahrer da war.
Keine Änderung geplant
Geändert werden soll an dem Fahrradschutzstreifen Stand jetzt nichts. "Sollte es wider Erwarten zu einem Unfallschwerpunkt werden, dann werden wir uns mit Sicherheit Gedanken machen, ob wir dort irgendwas ändern müssen", so Bürgermeister Damm. Er gehe aber nicht davon aus.
Ein Fahrradschutzstreifen ist übrigens kein Radweg. Es handelt sich dabei um einen markierten Teil der Fahrbahn, der in Ausnahmefällen auch von Autos befahren werden darf, etwa um Lkw oder Bussen im Gegenverkehr auszuweichen. Das Parken und Halten von Autos auf einem Schutzstreifen ist verboten.


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