Flüchtlingsrouten - Mindestens sieben tote Migranten bei Bootsunglück in der Ägäis
Auf dem Weg in die EU sind mindestens sieben Migranten vor der griechischen Insel Lesbos ertrunken. Die Suchaktion nach Überlebenden dauert an.
Bei einem Bootsunglück in der Meerenge zwischen der Türkei und der griechischen Insel Lesbos sind mindestens sieben Migranten ums Leben gekommen. Unter den Opfern seien auch zwei Minderjährige, berichtete der griechische Nachrichtensender ERTnews. 23 Menschen konnten demnach gerettet werden. Laut Angaben der Überlebenden sollen sich jedoch insgesamt mindestens 31 Personen an Bord des Bootes befunden haben. Die Suche nach Vermissten dauere an, hieß es weiter.
Nach ersten Erkenntnissen der Küstenwache stammen die Menschen aus Afghanistan und Syrien. Schleuserbanden versuchen immer wieder, Migranten von der türkischen Westküste oder dem Libanon und Syrien nach Europa zu bringen. Diese Reise endet für viele tragisch. Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) kamen im vergangenen Jahr im östlichen Mittelmeer mindestens 125 Migranten ums Leben. Offiziere der griechischen Küstenwache vermuten, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.