Innere Sicherheit - Hessen will Kommunen beim sicheren Feiern
Eine Million Euro stellt das Innenministerium bereit, etwa für die Anschaffung von Sperren zum Schutz von Volksfesten. Die Unterstützung des Landes ist allerdings an Bedingungen geknüpft.
Mit Blick auf die Absage von Festen wegen hoher Kosten für die Sicherheit will das Land den Kommunen finanziell unter die Arme greifen. Das Land stelle für das Sofortprogramm "Sicherheit bei Veranstaltungen" unter anderem eine Million Euro bereit, kündigte Innenminister Roman Poseck (CDU) in Wiesbaden an.
Kommunen sollen zusammenarbeiten
Voraussetzung sei, dass Kommunen in Sicherheitsfragen zusammenarbeiteten. "Feste finden in der Regel nicht zeitgleich statt, sodass beispielsweise Sperren von verschiedenen Kommunen genutzt werden können", erläuterte der Minister. "Wir tun alles dafür, auch in Zukunft die sichere Durchführung von Veranstaltungen in Hessen zu ermöglichen."
Kirschblütenfest in Marburg abgesagt
In diesem Jahr fallen in Hessen einige Veranstaltungen aus oder werden zum letzten Mal gefeiert. Das hat auch mit gestiegenen Ausgaben und Auflagen zu tun. Unter anderem war in Marburg das Kirschblütenfest abgesagt worden.
Viele Feste trotz angespannter Sicherheitslage
Poseck verwies darauf, dass in Hessen in den vergangenen Monaten unzählige Veranstaltungen trotz angespannter Sicherheitslage friedlich und fröhlich hätten stattfinden können.
Feste gehören zur Kultur
Volksfeste, Jubiläen, Wanderungen und Radveranstaltungen gehörten zur Kultur. "Sie sind wichtig für das fröhliche und gesellige Zusammensein der Menschen und damit den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft", meinte Poseck. Gleichzeitig dürfe man nicht die Augen verschließen vor der aktuell angespannten Sicherheitslage.