Frankfurt Solidarisierte sich mit Türkei-Demokratiebewegung
Für Demokratie in der Türkei - Demo mit 500 Menschen in Frankfurt
Die Türkei befindet sich in einer schweren Krise, immer wieder gibt es Proteste. Die reichen jetzt auch bis zu uns nach Hessen. In Frankfurt sind hunderte Menschen auf die Straße gegangen.
In Frankfurt haben am Abend (2.4.) nach Polizeiangaben rund 500 Menschen ihre Solidarität mit der Demokratiebewegung in der Türkei bekundet. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Demokratie in der Türkei und überall verteidigen!" hatten die Frankfurter Grünen gemeinsam mit einem breiten Bündnis demokratischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen aufgerufen. Laut Polizei blieb alles friedlich.
Freilassung Imamoglus gefordert
Die Initiatoren fordern unter anderem die sofortige Freilassung von Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem İmamoglu und allen anderen frei gewählten Mandatsträgern sowie demokratische und faire Wahlen in der Türkei. "Was in der Türkei passiert, betrifft uns alle – auch hier in Deutschland", hieß es in dem Aufruf zu der Kundgebung auf dem Römerberg.
Krise in der Türkei
Die Festnahme und Verhaftung des mittlerweile abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters Imamoglu hat die Türkei in die schwerste Krise seit Jahren gestürzt. Hunderttausende gingen seitdem bei regierungskritischen Protesten auf die Straße.
Vorwürfe gegen Imamoglu
Imamoglu war am 19. März in Zusammenhang mit Korruptions- und Terrorermittlungen in Gewahrsam genommen worden. Er bestreitet die Vorwürfe. Der Regierung wird unterstellt, mit Hilfe der Justiz den größten Konkurrenten von Präsident Recep Tayyip Erdogan auszuschalten.